top of page

Philosophie

friends-3042751_1920.jpg
vegan-863490_1920.jpg

Vor langer Zeit ...

... lebten unsere Vorfahren zu 100 Prozent bio.
 

Für Übergewicht gab es nicht mal ein Wort. Wenn ein Wildschwein auf der Speisekarte stand, wurden im Vorfeld die Kalorien bei der Jagd verbrannt. Ein Braten war Garant, für eine Weile etwas zwischen den Zähnen zu haben. Fleisch war eine Quelle des Überlebens.

Überhaupt, Ernährung war etwas Grandioses! Ohne Wenn und Aber.

 

Wenn es welche gab.

Heute geht sie mit Ambivalenzen einher: 

 

“Hmmm, ist das lecker!" vs. “Oh, leider ungesund …” oder

“Cool, wie günstig!” vs. ”Oops, das ist grausam für Tiere und Klima ... ”, oder 

“Eine Perle der Natur” vs. “Kopfweh und Bierbauch”.

 

Wir danken nicht mehr Gott vor dem Essen. Heute kommt es von Lidl, Tönnies, und Metro. 

Der Einklang von Natürlichkeit, Genuss, Gesundheit und Verhältnismäßigkeit ist Vergangenheit.

Wie finden wir ihn wieder?


 

vegetables-gfe6bf2a1f_1280.jpg

Ein wichtiger Teil der Lösung: mehr Veganes

Ein großer Teil des Problems ist die außer Rand und Band geratene Tierindustrie. Viele wollen deshalb artgerechte Haltung unterstützen, ...

 

... und sich weniger tierische Fette einverleiben. Das ist aber leichter gesagt als getan: Denn die Entscheidung, keine oder nur wenige Tierprodukte zu konsumieren, bringt viele psychologische Herausforderungen mit sich. Dazu gehören der Umgang mit Menschen, die sich anders ernähren, fehlende Disziplin bei der Nährstoffabdeckung, und möglicherweise weniger Genuss durch die Umstellung. Aus derlei Gründen gibt etwa jede zweite vegetarisch oder vegan lebende Person irgendwann auf.

Ähnlich bedauerlich: viele Menschen scheuen davor zurück, sich vegan zu ernähren, weil ihnen Supplemente oder Ersatzprodukte widernatürlich erscheinen. Gerade in einer Welt, die kalt und technologisiert wirken kann, wollen sich viele nicht des Gefühls berauben lassen, ihr Essen sei natürlicher.  

Be one with modern nature!

Man könnte an dieser Stelle eine ausschweifende Debatte anstoßen, ob die industrielle Tierhaltung wirklich natürlicher ist …

 

... geschenkt! Denn Ursprünglichkeit und Natürlichkeit sind oft nur der zweitbeste Weg. Beispielsweise gibt es heute mehr Möglichkeiten für Warmherzigkeit und Respekt mit anderen Spezies als je zuvor. Jeder Neandertaler würde gerne mit uns tauschen. “Best of both worlds” erreichen wir, indem wir dankbar sind, heute zu leben, und mit Herz und Verstand in uns fühlen und vernünftig abwägen: Wann tut uns mehr Natur gut? Wann ist die Zivilisation das größere Geschenk? Der Gedanke “Be one with nature!” ist wunderschön. Und da wir Menschen darüberhinaus viele wunderbare neue Chancen geschaffen haben, verdient er ein Upgrade: “Be one with modern nature!”


Leitgedanken
 

Vegan leben ist für manche Menschen wirklich schwer

Immer mehr fröhliche Blogger und Influencer mit Waschbrettbauch rufen Dir zwischen verführerischen Food Photos auf Instagram, TikTok und Youtube zu: “Vegan ist easy! Go vegan!” Gut so - denn für viele Menschen ist das die perfekte Motivation. Wahr ist aber auch: Wer gerne verstärkt vegan leben will, aber nicht vollständig, hofft bei einer “Vegan ist easy”-Seite auf wenig Verständnis. “Menschen verstehen” sehen wir aber als erste Aufgabe der Psychologie. Dazu gehört, den Wunsch nach tierischen Produkten und dessen Ursachen ernst zu nehmen.

Motivationspsychologie muss innere Hürden verstehen

Zwanzig Seiten großartige Vegan Life-Hacks bringen wenig, wenn dir die ersten drei schwer fallen. Denn ein Tipp ist nur dann gut, wenn sich dadurch etwas ändert. Deshalb setzen wir unseren Fokus als erstes darauf, innere Hürden gründlich zu beleuchten. Dazu steuern unsere Buchprojekte wissenschaftliche Aspekte bei. 

Individuelle Empathie ist wichtiger als allgemeingültige Moral

Gut funktionierende Motivation baut nicht auf “Moral aus dem Lehrbuch” auf. Sondern auf dem, was du selbst empfindest. Wie willst du mit Tieren umgehen? Wie wichtig sind dir ökologische Folgen und Ressourcenschonung - auch im Hinblick auf die dritte Welt? Deine eigene Empathie, die von Herzen kommt, ist der stärkste Motor.

Positive Psychologie ist am nachhaltigsten

Bei vielen Veggies (auch bei uns) war die Initialzündung für die Ernährungsumstellung ein Blick auf grausame Folgen von tierischem Konsum, und das starke Gefühl: “Diesen Zirkus will ich nicht mehr unterstützen!” Für die erste Phase einer Ernährungsumstellung ist eine solche Abwehrhaltung hilfreich. Auf Dauer sind aber Bilder von geköpften Kühen kein Motiv, das zu glücklicher Ernährung führt. Diese klappt am besten, wenn du gesünder und genussvoller lebst als vorher, und dein Sozialleben mit deinem Ernährungsstil harmoniert.

Altruismus und Egoismus sind Geschwister, keine Gegenspieler

Es ist also nicht immer rücksichtslos, deine eigenen Vorteile in den Mittelpunkt zu stellen! Im Gegenteil: nur, wenn es dir gut geht, und du Glück ausstrahlst, bist du ein Werbeschild für deine Ernährung, und bleibst bei der Stange. Wer ein Leben lang glücklich vegetarisch lebt, tut also möglicherweise mehr für Tiere, als jemand, der sein veganes Dasein als Verzicht erlebt, missmutig wird, und nach fünf Jahren aufgibt. Und “best of both worlds” ist, wenn Du ohne Tierprodukte dein größtes Glück findest: dieses an sich egoistische Ziel ist gleichzeitig das rücksichtsvollste!

"Mindset ändern" ist die halbe Miete

Ein Großteil unserer Buchprojekte möchte dir erleichtern, veggie-kompatible Perspektiven zu verinnerlichen. Das sind beispielsweise entspannte Haltungen oder “Growth Mindsets” zu den Themen Genuss, Gesundheit, Natürlichkeit und soziales Miteinander. Dabei belassen wir es nicht bei einer rein inhaltlichen Argumentation, wie du sie z. B. bei https://yourveganfallacyis.com/de findest. Denn um deine Mindsets zu ändern, solltest du das in allererster Linie selbst wollen! Also darin Chancen sehen, und keine Angst haben. Psycho-Tests und Reflektionsvorschläge helfen dir deshalb bei der Frage, welche "Veggie-Mindsets” mit deinen persönlichen Werten in Einklang stehen können. Von da an dienen dir griffige Metaphern, Visualisierungen und pointierte One-Liner als Leuchttürme für neue Blickwinkel.

Jeder Mehr-Veg zählt

Wer kein Veganer sein möchte, geht vielleicht trotzdem den ein oder anderen Teilschritt nach “Veganien” - wir nennen es einen “Mehr-Veg”. Kaffee mit Hafer-Barista? Vegan frühstücken? Veggie-Würstchen im Hot Dog? Alles, was dich vegan bereichert, ist ein Schritt in die richtige Richtung!

Kompetenzorientierung: Je mehr Veganability, desto mehr Veganes

Unsere psychologischen Ansätze zielen weder auf Flexiganismus noch auf Veganismus ab, sondern auf mehr Veganability. So bezeichnen wir die Fähigkeit, mehr Veganes ins Leben zu integrieren, und dabei mindestens so glücklich zu sein wie vorher.

 

Was du dann aus gewachsener Veganability machst, ist am Ende deine Sache. 

bottom of page